Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Übersicht über die Geschichte Gürzenichs von der Urzeit bis zur Neuzeit

Das Wappen der
“Herren von Schellart”
Übersicht
Die Herkunft des Ortsnamens ist bis heute nicht genau bekannt. Heimatforscher führen ihn teilweise auf die Kelten zurück. Sie führen die Anfangssilbe “Gür” auf das kelteische “Ger” zurück. Wenn diese Annahme zutrifft, bestand die Ortschaft schon lange vor der Römerzeit.
In der Römerzeit war der Ort für damalige Verhältnisse relativ dicht besiedelt, was vor allem auf die Lage nördlich der Eifel und dem Kreuzungspunkt bedeutender römischer Heerstrassen zurückzuführen ist.
Über die Zeit nach dem Abzug der Römer ist über den Ort recht wenig bekannt. Erst im Jahre 1143 findet sich wieder eine urkundliche Erwähnung. Mit der Erwähnung eines Adolfus de Gorcenic finden sich wieder Belege für die Existenz von Gürzenich.
Gürzenich war eine Unterherrschaft innerhalt des Herzogtums Jülich und gehörte zum Amt Nörvenich. Beherrscht wurde der Ort von den Herren von Gürzenich, von Lintzenich und Schellard von Obbendorf. Sie standen anfänglich in den Diensten des Erzbischofs von Köln. Infolge dessen hielten sie sich meistens in Köln auf. Dort erbauten sie sich ein Stadthaus, den weltberühmten Gürzenich, der heute als Tagungs- und Veranstaltungsort genutzt wird. Berühmt ist auch das Gürzenich-Orchester, welches weltweite Bekanntheit genießt.
Der am Rande der nördlichen Eifelberge gelegene Ort war bis zum Spätmittelalter Reichsgrafensitz. Die Gürzenicher Burg bestand bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Etwa um das Jahr 1830 verschwand sie von der Bildfläche.
Die Schlosskapelle, erbaut im Jahre 1718, ist jedoch erhalten geblieben. Obwohl im II. Weltkrieg schwer beschädigt, erstrahlt sie im neuen Glanz. Besonders erwähnenswert ist der barocke Altar der Kapelle.
